Die Seebrücke von Graal-Müritz

Graal-Müritz - Ostseeheilbad mit Seebrücke 

Was ist eigentlich eine Seebrücke?
Im Grunde nichts anderes, als eine Landungsbrücke auf Holz- oder Betonpfählen, gebaut vom Ufer ins Meer oder auch in einen Binnensee.
Gedacht waren diese Seebrücken einst, um Schiffen und Dampfern das Anlegen möglich zu machen, weil die Ufer oft recht flach sind.
Deshalb ragen diese Seebrücken auch meist mehrere hundert Meter ins Meer hinaus.

Aber warum Brücke? Es ist doch keine Brücke von einem Ort zum anderen.
Im Grunde doch – schließlich überbrückt eine solche Seebrücke die Distanz vom Land bis zum Schiff.

Früher wurden diese Seebrücken meist aus Holz oder Eisen gebaut, heute ist man zu Stahl oder Stahlbeton übergegangen.

Auch die Bedeutung hat sich verändert.
Wenn es ehemals wirklich nur darum ging, Schiffen die Möglichkeit zum Anlegen zu geben, geht es schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eher darum, den Urlaubsgästen einen attraktiven Ort zum Promenieren zu geben.

So gibt am Ende einer Seebrücke oft ein prachtvolles Gebäude, in dem Restaurants, Geschäfte oder ähnliches zu finden sind.

In den neunziger Jahren entstanden so nach und nach entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt 19 Seebrücken zwischen Boltenhagen und Usedom.
Eine davon ist die Seebrücke Graal-Müritz.

Die Seebrücke Graal-Müritz ist gut 350 m lang und in Deutschland die erste, die mit Solarkollektoren ausgerüstet ist.
Hier wird durch Photovoltaikanlagen am Tage der Strom produziert, der am Abend die 24 Laternen entlang der Seebrücke zum Leuchten bringt.

Die Seebrücke Graal-Müritz hat am Ende kein Gebäude.
Aber man kann von hier aus in den Monaten April bis Oktober Ostseekreuzfahrten nach Warnemünde und zum Darss starten.

Außerdem ist es ein sehr schöner Platz, um ein Stückchen hinaus auf das Wasser spazieren – vielleicht am Abend in den Sonnenuntergang oder am frühen Morgen um sich die leicht salzige Ostseeluft in die Nase wehen zu lassen.